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Ausstellung „Was vom Leben übrig bleibt“ von Astrid Lesnik

Pressemitteilung   •   Nov 30, 2016 12:24 CET

Am Mittwoch, den 21. Dezember um 17 Uhr, eröffnet die Ausstellung „Was vom Leben übrig bleibt“. Die Ausstellung zeigt Bilder von Astrid Lesnik.

Das Werk von Astrid Lesnik ist vielfältig. Es umfasst zum Beispiel intensive Perspektivstudien, die ihren Ausdruck in großformatigen und aufwendig gestalteten Mixed-Media-Collagen finden. Sie verbinden Elemente von Architektur und Landschaft mit Ikonografien von Menschen und Tieren, die ihre Bildwelten bevölkern und zum Leben erwecken.

Lesnik versteht es, Bezugsräume zu eröffnen, die manchmal klar umrissen, deren Grenzen aber auch bisweilen fließend sind. Ihre surreal anmutenden Tableaus erzählen schöne, traurige und unendliche Geschichten und verleiten den Betrachter zum Träumen. Hierin erinnern ihre Collagen an Motive des deutschen Expressionismus, wenngleich sie um einiges detailreicher und verspielter sind. Auch ihre Motivik ist entschieden positiver. Damit deutet sich an, dass Astrid Lesnik eine tiefe Beziehung zu ihren phantastischen Landschaften pflegt, die vor allem von schwelgerischer Freude an Form und Farbe geprägt sind.

Dies lässt sich in etwas abgewandelter Form auch bei ihren abstrakten Ölgemälden feststellen. Auch hier führt sie uns in große Landschaften. Diese haben meistens weite Himmel und zeugen von einer melancholischen Leere. Menschen kommen hier nicht vor. Vereinzelte Artefakte wie Strommasten, Treppen oder entfernte Dörfer am Horizont deuten auf das Vergangene und Verlassene.

Es sind starke Bilder der Sehnsucht, wie sie ihren Ursprung vielleicht einst bei Caspar David Friedrich hatten. Doch bei Lesnik sind diese Bilder um einiges entrückter und weltfremder. Die rare Architektur ist vor allem organisch und schmiegt sich an ihre Umgebung an. Wo endet ein Haus, wo beginnt ein Feld? In diesen Gemälden findet sich das Drängen eines Subjekts, das allein und gleichzeitig verbunden sein möchte.

Dabei begeistert Lesnik sich für eine Formengestaltung, die zwar explizit aus der Natur stammt, diese aber auf kunstvolle Weise ins Abstrakte weitertreibt. Man kann das nicht nur in ihren experimentellen Naturstudien entdecken, die ein Amalgam aus Öl, Acryl und Naturstoffen darstellen und zum Beispiel Zweige und Blüten zu losgelösten Formen im Raum werden lassen, sondern auch aus der intensiven Farbigkeit ihrer Bilder. Diese steht meist diametral zur realen Biologie und zeigt uns zum Beispiel tiefblaues Gewächs und gelbe bis weiße Himmel.

Diese Verfremdung organischer Strukturen überhöht die Gemachtheit ihrer Bildwelten. Und hierin findet man Astrid Lesniks künstlerische Haltung. Sie ist sowohl verhaftet im Hier und Jetzt und verhält sich zu den Herausforderungen des Lebens, zugleich verweisen ihre Arbeiten aber in eine utopische Wirklichkeit, die nur durch das Betrachten ihrer Bildwelten entsteht. Ihr Werk bedeutet Trost. Und eine unbändige Freude am Leben in all seinen deutlichen, überdeutlichen und undeutlichen Formen.

Die 2016 gegründete Arbeitsgemeinschaft „Projekt-Phase-Zwei“ mit Susanne Flöther-Kapst, experimentiert mit organischen Formen in Verbindung mit untypischen Materialien. So entstand in Großformat eine Bilderserie mit Naturmaterialien.

Die Ausstellung ist bis zum 21.03.2017 im MediClin Herzzentrum Coswig zu sehen.

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