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Für starke Knochen ist es nie zu spät

Pressemitteilung   •   Mär 17, 2009 15:40 CET

Bad Peterstal, 17. März 2009. Jeder vierte Deutsche über 50 Jahren ist laut Kuratorium Knochengesundheit von Osteoporose betroffen; das sind cirka acht Millionen Menschen, Tendenz steigend. Dabei ist der Knochenschwund keineswegs ein unabwendbares Schicksal: „Für die Entstehung einer Osteoporose ist insbesondere die Lebensweise ausschlaggebend – und nicht nur die genetische Voraussetzung“, sagt Dr. Siegfried Wentz, Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie der MediClin Schlüsselbad Klinik in Bad Peterstal und ehemals Weltklasse-Zehnkämpfer. „Wir wissen inzwischen nicht nur genau, welche Faktoren die Entstehung der Osteoporose begünstigen, sondern auch, wie man Knochen wieder stärkt und Osteoporose erfolgreich therapiert. Das Wichtigste dabei ist: Man darf im höheren Alter nicht bequem werden und die körperliche Aktivität vernachlässigen. Die Stabilität der Knochen kann in jedem Alter gestärkt werden.“

Regelmäßigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg

„Einen Knochen kann man durch körperliche Aktivität ähnlich effektiv trainieren wie einen Muskel. Wir machen in der Rehabilitation daher mit Patienten jeden Alters Krafttraining und arbeiten gezielt an den Geräten“, sagt Dr. Wentz. Begleitet wird das Training durch Krankengymnastik und, wenn nötig, durch eine medikamentöse Behandlung. Den wichtigsten Faktor sieht der Olympia-Dritte von 1984 allerdings im regelmäßigen Training zu Hause. So erhalten Menschen in der Rehabilitation den ersten Anstoß für eine aktivere Lebensweise; im Alltag müssen diese Aktivitäten aber unbedingt fortgeführt werden. „Die Regelmäßigkeit ist hier der entscheidende Faktor“, betont Dr. Wentz. „Die Therapie der Osteoporese verlangt nach fortlaufender Aktivität. Bereits nach einem Jahr konsequenter Therapie kann die Gefahr, durch einen Sturz einen Bruch zu erleiden, um die Hälfte reduziert werden.“

Sieben Tipps für starke Knochen im Alter

  1. Regelmäßigkeit ist der entscheidende Faktor. Es ist daher sinnvoll, sich einer Osteoporose-Selbsthilfegruppe anzuschließen, die wöchentlich Gymnastik anbietet. Gymnastik in der Gruppe macht Spaß und Trainingserfolge motivieren!
  2. Gleichzeitig sollte im Rahmen einer Einzelkrankengymnastik ein Eigenübungsprogramm erarbeitet werden – zum Beispiel morgens und abends je eine Viertel Stunde Übungen mit einem Thera-Band durchführen. Am Besten: Zu Hause trainieren und einmal die Woche mit Krankengymnastik oder Osteoporose-Gruppe üben.
  3. Ausdauerbelastung stärkt auch die Knochen. Je nach Belastbarkeit des Herz-Kreislaufsystems können das 30 Minuten Joggen sein oder 45 bis 60 Minuten Walken. Insbesondere Senioren profitieren vom regelmäßig durchgeführten Tanzsport. Die rhythmischen Bewegungen stimulieren den Knochenaufbau.
  4. Das Trainieren der Koordination macht sicherer und beugt Stürzen vor.
  5. Die Ernährung spielt im Kampf gegen die Osteoporose eine große Rolle: Der tägliche Bedarf an Kalzium liegt bei 1000 bis 1500 mg. Eine verminderte Kalziumzufuhr beschleunigt den Knochenabbau. Beim Kauf von Mineralwasser aufs Etikett achten: Viel Kalzium (ca. 500 mg/l) und Magnesium (ca. 100 mg/l), wenig Natrium (ca. 50 mg/l). Dazu reichlich fettarme Milchprodukte, grünes Gemüse und regelmäßig Hartkäse wie etwa Parmesan auf den Speiseplan.
  6. Genussgifte minimieren: Hierzu gehören Alkohol und Nikotion – auch Fleisch- und Wurstkonsum einschränken (nur zwei bis drei Mal die Woche), denn diese enthalten Kalziumräuber wie Phosphat.
  7. Für ausreichend Vitamin D sorgen: Bewegung an der frischen Luft sowie mindestens einmal pro Woche Seefisch essen. Wer das Haus zu selten verlässt, leidet irgendwann an Vitamin D-Mangel. Vitamin D ist wichtig für die optimale Aufnahme und Einlagerung des Kalziums und fördert nachweislich die Nerven- und Muskelfunktion.

Über die MediClin Schlüsselbad Klinik

Die MediClin Schlüsselbad Klinik in Bad Peterstal-Griesbach vereint drei Fachdisziplinen unter einem Dach: Orthopädie, Innere Medizin und Geriatrische Rehabilitation. Die Klinik verfügt über 168 Betten und beschäftigt 108 Mitarbeiter. Chefarzt der Klinik ist Dr. Siegfried Wentz, ehemals Weltklasse-Zehnkämpfer und u.a. Olympia-Dritter von 1984.

Über die MediClin

Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neuro- und Psychowissenschaften sowie Orthopädie. Mit 33 Klinikbetrieben, sieben Pflegeeinrichtungen, drei Medizinischen Versorgungszentren und einem Hotel für Gesundheit und Erholung in elf Bundesländern verfügt die MediClin über eine Gesamtkapazität von rund 7.900 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken – dies sind Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung, der Schwerpunktversorgung und Fachkliniken – und um Fachkliniken für die medizinische Rehabilitation. Für die MediClin arbeiten rund 7.800 Mitarbeiter.

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