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Kügelchen lassen die Prostata schrumpfen

Pressemitteilung   •   Jul 04, 2016 10:05 CEST

Prostataembolisation

Bonn, 4. Juli 2016. Jeder zweite Mann über 50 hat Probleme mit dem Wasserlassen, weil seine Prostata gutartig vergrößert ist. Operative Eingriffe bergen verschiedene Risiken, etwa dass der Betroffene anschließend unter Blasenschwäche oder Impotenz leidet. Ein innovatives, organerhaltendes Verfahren namens Prostataarterien-Embolisation (PAE) ist frei von solchen Nebenwirkungen. Zudem ist der Eingriff schmerzlos; eine Vollnarkose ist nicht notwendig. Zu den wenigen Kliniken in Deutschland, die das Verfahren anbieten, zählt die MediClin Robert Janker Klinik in Bonn. PD Dr. med. Attila Kovács, Chefarzt der diagnostischen und interventionellen Radiologie, erläutert, wie die Embolisation funktioniert.

Das Problem ist unter Männern weit verbreitet: Die etwa kastaniengroße Prostata oder Vorsteherdrüse wächst, drückt auf die Blase und engt zunehmend die Harnröhre ein. Man spricht von benigner Prostata-Hyperplasie (BPH). Die Folge dieser gutartigen Vergrößerung: Die Patienten haben Tag und Nacht starken Harndrang, der Urin tröpfelt aber nur. „Mit der Prostataarterien-Embolisation können wir das Organ auf schonende Weise verkleinern“, sagt Dr. Kovács. „Dazu verschließen wir die Blutgefäße, welche die Prostata versorgen, mit Hilfe von winzigen Kügelchen.“ Eine Operation ist nicht nötig, der Eingriff ist minimal-invasiv: Der Arzt bringt die Kügelchen mit einem Katheter, dessen Durchmesser weniger als einen Millimeter beträgt, über einen kleinen Schnitt in der Leiste an ihren Zielort. Im Gegensatz zu Adern am Herzen oder im Gehirn sind die haarfeinen Blutgefäße, welche die Prostata versorgen, allerdings meist stark gekrümmt. Deswegen verwendet Dr. Kovács einen Spezialkatheter, dessen Form sich individuell anpassen lässt. Dank 3D-Röntgenkontrolle sieht er dabei jeden Handgriff auf einem Monitor und kann gezielt die richtigen Gefäße ansteuern. „Dadurch ist die Embolisation ein sehr präzises Verfahren“, erklärt er.

Der Eingriff dauert nicht länger als eine Stunde. Weil er völlig schmerzfrei ist, erhält der Patient lediglich eine lokale Betäubung für den Einstich in die Leiste. Den Erfolg spürt er rasch: „Der Druck auf die Harnröhre verschwindet meist schon in den ersten 48 Stunden“, betont der Radiologe und fügt hinzu: „Die Beschwerden sind dann bereits wesentlich besser.“ Den Patienten geht es nach der Embolisation gut; sie sind nach einem Tag Ruhe sofort wieder belastbar. Dr. Kovács ergänzt: „Innerhalb von etwa vier Wochen schrumpft die Prostata um bis zu 40 Prozent auf ihre gewünschte Größe. Nebenwirkungen wie Impotenz oder Inkontinenz sind ausgeschlossen.“ Wenn das Organ stark vergrößert war, wird der Eingriff mitunter wiederholt.

Die Embolisation ist ein Verfahren, das sich bereits seit Jahren zur Behandlung von Geschwülsten in anderen Organen, etwa der Leber, bewährt hat. Experten gehen davon aus, dass es sich in den nächsten Jahren zur Standard-Therapie bei der gutartigen Prostatavergrößerung entwickelt.

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Porträt PD Dr. Attila Kovács

PD Dr. Attila Kovács führt eine Prostataembolisation durch

Illustration Prostataembolisation

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Pressekontakt
Dr. Mümtaz Köksal
Kaufmännischer Direktor
MediClin Robert Janker Klinik
Villenstr. 8
53129 Bonn

Telefon 0228/ 5306 701
muemtaz.koeksal@mediclin.de

Über die MediClin Robert Janker Klinik

Die MediClin Robert Janker Klinik ist eine Fachklinik für Strahlentherapie, Radioonkologie, Radiologie und Neuroradiologie. Zur Klinik gehört auch ein Zentrum für Hochpräzisionsbestrahlung. Die Klinik, in der rund 100 Mitarbeiter arbeiten, ist mit 83 Betten im Bettenbedarfsplan des Landes Nordrhein-Westfalen ausgewiesen. Die Therapiekonzepte werden sowohl stationär als auch in Zusammenarbeit mit dem MVZ MediClin Bonn ambulant angeboten. Benannt ist die Klinik nach ihrem Gründer, dem Radiologen Prof. Dr. Robert Janker. Er ließ 1937 in Bonn ein Röntgeninstitut errichten, dem er nach dem Krieg eine Krankenstation angliederte.
Zum Standort gehört außerdem das MediClin MVZ Bonn. Insgesamt beschäftigt MediClin in Bonn rund 110 Mitarbeiter.

Über die MediClin

Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neurologie, Psychosomatik, Psychiatrie, Orthopädie sowie Geriatrie. Mit 34 Kliniken, sieben Pflegeheimen und acht Medizinischen Versorgungszentren ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 8.000 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Rehakliniken. Für die MediClin arbeiten rund 9.000 Mitarbeiter.
MediClin – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

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