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Lymphödem in den Fokus gerückt

Pressemitteilung   •   Okt 28, 2016 14:38 CEST

Winfried Schneider, Gabriele Sbrisny und Dr. Jan Hinnerk Stange liegt die bestmögliche Behandlung von Patienten mit Lymphödemen am Herzen

Fortbildung für Ärzte und Physiotherapeuten in der MediClin Rose Klinik widmet sich einem vernachlässigten Thema / In Lippe finden Patienten Hilfe im Lymphnetzwerk

Horn-Bad Meinberg, 28. Oktober 2016. Patienten mit Lymphödemen haben es nicht leicht. Zum einen natürlich körperlich, denn die Flüssigkeitsansammlungen an Beinen, Armen oder anderen Körperteilen rufen Beschwerden hervor. Hinzu kommt aber oft noch eine falsche oder unzureichende Behandlung. „Die Patienten sind oft unterversorgt. Und es gibt in diesem Bereich nur wenige Spezialkliniken“, erläuterte Dr. Jan Hinnerk Stange, Chefarzt der Onkologie an der MediClin Rose Klinik in seiner Begrüßungsrede. Umso mehr freuten sich die Ärzte und Therapeuten über den Vortrag von Winfried Schneider vom Lymphzentrum aus Bad Berleburg. Die MediClin Rose Klinik, das Sanitätshaus Müller und die Firma JOBST hatten die Fortbildungsveranstaltung möglich gemacht.

Anschaulich und mit zahlreichen Beispielen erläuterte Winfried Schneider den Aufbau des Lymphsystems, sowie die Diagnostik und Therapie von Lymphödemen. Schneider hat als Arzt in Bad Berleburg die Lymphologie aufgebaut und führt dort seit 2002 ein Lymphzentrum. Er beschrieb den Unterschied zwischen primären, also erblich bedingten, und sekundären Ödemen, die durch ein äußeres Ereignis wie z.B. nach einer Brustkrebsoperation auftreten können. Bei beiden handelt es sich um tastbare und sichtbare Schwellungen, die nach Ansicht von Schneider klinisch sehr leicht diagnostiziert werden können. Jedes Ödem ist gleichbedeutend mit einer Insuffizienz des Lymphsystems. Das heißt konkret: Das Lymphsystem ist nicht in der Lage Wasser, Fett, Eiweiß, Fremdkörper, Zellen und Bakterien abzutransportieren.

Dagegen hilft eine manuelle Lymphdrainage, bei der Physiotherapeuten das Ödem behandeln und so für den Abtransport sorgen. Zusätzlich sind in den meisten Fällen Kompressionsstrümpfe nötig. Für die Patienten naturgemäß eine große Umgewöhnung, denn sie müssen damit rechnen, ein Leben lang auf Lymphdrainage und Bestrumpfung angewiesen zu sein. Aber diese konservative Therapie sieht Schneider noch immer als die beste an, auch wenn selbstredend jeder Fall einzeln betrachtet werden muss.

Die Bestrumpfung regelmäßig zu kontrollieren, ist für Schneider eine wichtige Aufgabe der Ärzte und Therapeuten. Denn oftmals würden die Strümpfe zwar verschrieben, aber nicht getragen. „Ich kann die Patienten oft verstehen. Denn wenn sie den falschen Strumpf bekommen haben, verschlimmert es die Beschwerden nur“, erzählte der Experte. Nicht jedes Sanitätshaus berate gleich gut.

In Lippe können die Lymphödem-Patienten indes auf ein gutes Netzwerk zurückgreifen. Seit einigen Jahren gibt es das „Lymphnetzwerk Lippe“, in dem sich Ärzte, Sanitätshäuser, Physiotherapeuten und Betroffene zusammengeschlossen haben, um eine bestmögliche Versorgung der Patienten zu erzielen. Die Gefäßchirurgin Dr. Gabriele Sbrisny aus Horn-Bad Meinberg stellte als Vorstandsvorsitzende den Verein vor. Ihr Ziel: „Eine gemeinsam Sprache in der interdisziplinären Versorgung lymphologischer Patienten.“

Über die MediClin Rose Klinik
Die MediClin Rose Klinik in Horn-Bad Meinberg ist ein überregional angesehenes Fachzentrum für onkologische, orthopädische und rheumatologische Rehabilitation. Zu der Einrichtung gehört auch ein Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin. Insgesamt bietet die Klinik 230 Betten. In der Klinik sind rund 180 Mitarbeiter beschäftigt.
Zum MediClin-Standort Bad Meinberg gehören auch die MediClin Seniorenresidenz Am Rosengarten und die MediClin Ambulante Pflege Rose. Insgesamt beschäftigt MediClin rund 230 Mitarbeiter in Bad Meinberg.

Über die MediClin
Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neurologie, Psychosomatik, Psychiatrie, Orthopädie sowie Geriatrie. Mit 34 Kliniken, sieben Pflegeheimen und acht Medizinischen Versorgungszentren ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 8.000 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Rehakliniken. Für die MediClin arbeiten rund 9.000 Mitarbeiter.
MediClin – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

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