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MediClin AG veröffentlicht Zahlen für das Geschäftsjahr 2004

Pressemitteilung   •   Mär 23, 2005 15:29 CET

Frankfurt am Main, 23. Februar 2005 – Trotz eines schwierigen Marktumfeldes, insbesondere in der Rehabilitation, hat sich die Ergebnislage verbessert. Die Kosten wurden gesenkt, die Effizienz gesteigert und der Vertrieb forciert. Zum Jahresende konnte der Material- und Personalaufwand insgesamt um rund 6,4 Millionen Euro gesenkt werden, bei einem Umsatzrückgang von 2,1 Millionen Euro. Der Pflegebereich hat sich gut etabliert. Der Vorstand geht von einer deutlichen Ergebnisverbesserung in 2005 aus. Die ersten beiden Monate des Geschäftsjahres 2005 lagen kumuliert sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis über dem Vorjahrwert.

Im Geschäftsjahr 2004 hat die MediClin AG, einer der großen deutschen Klinikbetreiber einen Umsatz einschließlich Bestandsveränderungen in Höhe von 357,9 Millionen Euro (VJ: 360,0 Mio. Euro) erzielt. Der Umsatz im größten Segment Postakut (Rehabilitation) reduzierte sich vor allem aufgrund der schwächeren Nachfrage nach Leistungen des Heilverfahrens um 7,5 Millionen Euro auf 207,4 Millionen Euro (VJ: 214,9 Mio. Euro). Das Akut-Segment, das rund 42 Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt, konnte seinen Umsatz um 3,7 Millionen Euro auf 148,8 Millionen Euro (VJ: 145,1 Mio. Euro) steigern. Insbesondere das vierte Quartal 2004 war mit 38,7 Millionen Euro deutlich besser als das Vorjahresquartal (VJ: 35,9 Mio. Euro). Die Pflege erwirtschaftete in ihrem Anlaufjahr 1,7 Millionen Euro Umsatz.

Das Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns verbesserte sich 1,8 Millionen Euro auf minus 7,8 Millionen Euro (VJ: minus 9,6 Mio. Euro). Hier wirkten sich die in 2004 eingeleiteten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen bereits aus. Der Material- und Personalaufwand war um 6,4 Millionen Euro geringer als im Vorjahr.

Das Segmentergebnis Postakut (Rehabilitation) verbesserte sich um 0,5 Millionen Euro auf minus 13,5 Millionen Euro (VJ: minus 14,0 Mio. Euro) trotz des Umsatzrückgangs. Ein geringerer saisonaler Einfluss auf die Auslastung und die o.g. Maßnahmen wirkten sich positiv auf die Ergebnissituation aus. Im Segment Akut wurde das Ergebnis mit 8,3 Millionen Euro (Vorjahr 4,4 Mio. Euro) nahezu verdoppelt, bei einem Umsatzanstieg von 2,6 Prozent. Das Segment Pflege weist noch einen Anlaufverlust in Höhe von minus 2,6 Millionen Euro aus.

Das Konzernfehlbetrag verringerte sich um 3,2 Millionen Euro auf minus 13,6 Millionen Euro (Vorjahr: minus 16,8 Mio. Euro).

Maßnahmen zur Verbesserung der Kapazitätsauslastung greifen

Im Geschäftsjahr 2004 hat die MediClin ihre Erlös- und Kostenstruktur erfolgreich an die nach wie vor schwache Nachfrage nach Rehabilitationsleistungen angepasst. Im Dezember 2003 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, in 2004 an sechs Standorten einen Teil der bestehenden Kapazitäten zu nutzen, um dort als hoch qualifizierte Ergänzung Pflegedienstleistungen einzuführen. Positive Effekte durch die bessere Auslastung der bereits vorhandenen Verwaltungs- und Servicekapazitäten am jeweiligen Standort werden mittel- und langfristig erwartet. In 2004 hat MediClin eine Reihe von Angeboten entwickelt, die sich an Selbstzahler richten, die so genannten PlusProgramme. Sie ermöglichen es den Kliniken, die vorhandenen Ressourcen besser auszunutzen. Inzwischen werden acht PlusProgramme angeboten.

Kein einheitliches Bild bei Pflegetagen und Fallzahlen

Die Auslastung im Konzern war 2004 rückläufig. Das Segment Postakut hatte einen Rückgang von 1,5 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent) zu verkraften, der Akutbereich konnte leicht zulegen. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2004 an Pflegetagen 2.067.552 Tage erbracht (VJ: 2.144.141 Pflegetage). Davon entfielen 1.640.887 Pflegetage (VJ: 1.756.564 Pflegetage) auf die Postakuteinrichtungen und 402.807 Pflegetage (VJ: 387.577 Pflegetage) auf die Akutkliniken. Die Pflege wies im Anlaufjahr 23.858 Pflegetage auf.

In 2004 wurden in den Postakuteinrichtungen 64.159 Fälle (VJ: 69.319 Fälle) behandelt und in den Akuthäusern, 37.992 Fälle (VJ: 38.945 Fälle). In beiden Segmenten gewinnt die fallbezogene Abrechnungssystematik an Bedeutung, was die Aussagekraft der Kenngröße Pflegetage relativiert.

Einweiserstruktur – Rentenversicherungsträger und gesetzliche Krankenkassen dominieren

Nach wie vor dominiert der Anteil der Rentenversicherungsträger und der gesetzlichen Krankenkassen an der Gesamtbelegung mit zusammen 92,4 Prozent. Im Geschäftsjahr 2004 verringerte sich der Anteil der Rentenversicherungsträger an der Gesamtbelegung um 0,6 Prozentpunkte (VJ: -5,1 Prozentpunkte) auf 36,9 Prozent (VJ: 37,5 Prozent). Der Rückgang der Belegung durch die Rentenversicherungsträger betrifft weiterhin vor allem die Leistungen für Heilverfahren.

Der Anteil der Bettenbelegung durch die gesetzlichen Krankenkassen ist um 0,8 Prozentpunkte auf 55,5 Prozent (VJ: 54,7 Prozent) gestiegen und betrifft überwiegend Leistungen der Anschlussheilbehandlungen. Damit zeigt sich bei der Einweiserstruktur eine Verschiebung zugunsten der Krankenkassen und damit zu mehr Nachfrage nach Behandlungen im Rahmen von Anschlussheilbehandlungen

Der im Rahmen des Kostensenkungsprogramms geplante Personalabbau ist in 2004 weitestgehend abgeschlossen worden

Die Zahl der Mitarbeiter, gerechnet in Vollzeitkräften, betrug durchschnittlich 5.298 Vollzeitkräfte (VJ: 5.572 Vollzeitkräfte). Der Bereich Pflege beschäftigte in 2004 im Durchschnitt rund 39 Vollzeitkräfte

Für 2005 ausgeglichenes Konzernergebnis angestrebt

Die MediClin wird in 2005 die eingeleiteten Maßnahmen weiter vorantreiben und neue Vertriebswege, insbesondere im Zusammenhang mit Kooperationen zur Integrierten Versorgung, erschließen. Im November 2004 wurde der bundesweit erste Vertrag zur Integrierten Versorgung von Schlaganfallpatienten unterschrieben. Auch die bisherige auf Vernetzung und lokale Marktführerschaft ausgerichtete Akquisitions- und Kooperationspolitik wird weiterverfolgt.
Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Ergebnissituation im Geschäftsjahr 2005 deutlich verbessern wird. Zum einen aufgrund konkret absehbarer Kostensenkungspotenziale zum anderen durch Maßnahmen zur Erlös- und Effizienzsteigerung in den Klinikbetrieben. Für 2005 wird ein ausgeglichenes Konzernergebnis angestrebt.

Der Geschäftsbericht 2004 ist ab dem 1. April 2005 unter www.mediclin.de verfügbar.


Über die MediClin AG (Ticker: MED; WKN: 659 610)

Die MediClin AG ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber mit Sitz in Frankfurt. Die Zentralverwaltung der Klinikbetriebe und Einrichtungen ist in Offenburg. Mit 30 Klinikbetrieben und 6 Pflegeeinrichtungen in elf Bundesländern verfügt die MediClin über eine Gesamtkapazität von circa 7.800 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken – dies sind Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung, der Schwerpunktversorgung und Fachkliniken – und um Fachkliniken für die Postakutbehandlung und medizinische Rehabilitation. Für die MediClin arbeiten rund 6.900 Mitarbeiter.

Wichtiger Hinweis:

Diese Pressemitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen beruhen. Auch wenn der Vorstand der MediClin AG der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund von verschiedenen Einflussfaktoren erheblich abweichen. Dazu gehören beispielsweise die Veränderung der konjunkturellen Situation in Deutschland, Gesetzesänderungen, die das Gesundheitswesen betreffen, Veränderungen im Ausgabeverhalten der Kostenträger. MediClin übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Presseerklärung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.