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MediClin Schlüsselbad Klinik:​ Ärzte und Klinik-Sozialarbeiter informierten sich über Geriatrie

Pressemitteilung   •   Jul 28, 2015 17:08 CEST

Bad Peterstal, Juli 2015. Die Bettenzahl der Fachklinik für Geriatrie in der MediClin Schlüsselbad Klinik wurde Anfang Juli von 36 auf 60 erhöht. Anlässlich der Erweiterung informierten sich niedergelassene Ärzte aus der Region sowie Krankenhausärzte und Klinik-Sozialarbeiter aus zuweisenden Häusern vor Ort.

Der Ausbau der geriatrischen, also altersmedizinischen Rehabilitation mit interdisziplinärer Ausrichtung, sei vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zu sehen, erklärte Chefarzt Dr. Siegfried Wentz. „Ältere Menschen neigen dazu, öfter krank zu werden und öfter hinzufallen.“ Die Hälfte der Patienten komme mit der Diagnose Fraktur in die Klinik. Man habe in den vergangenen Jahren festgestellt, sagte Wentz, dass in die orthopädische Rehabilitation zunehmend ältere, multimorbide Menschen überwiesen wurden. „Bei solchen geriatrischen Patienten, die oft nach einem Sturz in die Klinik kommen, stellt sich die Frage: wie können wir diese bestmöglich behandeln?“ Denn seitens der Kostenträger werde eine immer schnellere und effektivere Behandlung gefordert. „Der Patient soll mobilisiert werden und nach vier bis sechs Wochen wieder zuhause sein.“

Daraufhin wurde ein Behandlungskonzept abgestimmt, dass das vorhandene orthopädische Know-how mit einer umfassenden geriatrischen Reha verknüpft. So entstand der Schwerpunkt geriatrisch-traumatologische Rehabilitation. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber anderen geriatrischen Einrichtungen dabei ist, dass in der MediClin Schlüsselbad Klinik eine umfassende Diagnostik möglich ist, wie Röntgen, Labordiagnostik, Ultraschall. „Bis auf den OP-Saal gibt es alles, was es auch in einem modernen Krankenhaus gibt“, erklärte Wentz.

Dazu wurde ein interdisziplinäres Behandlungsteam in den Bereichen Geriatrie, Orthopädie, Psychologie und Sozialmedizin aufgebaut. So entstand eine sehr gute Ausgangssituation für eine geriatrisch-traumatologische Rehabilitation. Die orthopädischen Fachärzte können auf Grundlage der vorhandenen Diagnostik z.B. genau mit dem behandelnden Physiotherapeuten absprechen, wie ein Lauftraining gestaltet werden kann und welche Belastungsgrenzen gesetzt sind.

Neben den Patienten, die im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt die Reha beginnen, kommen etwa ein Viertel der Patienten direkt von Zuhause in die Klinik, veranschaulichte Ludwig Cramer, leitender Oberarzt in der Geriatrie. Voraussetzung sei die Empfehlung durch den Hausarzt und eine Begutachtung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). „Nach der Entlassung aus der Klinik können über 85 Prozent in die eigene Wohnung zurückkehren“, berichtete Cramer. Wie das Übergangsmanagement gestaltet wird, hängt vor allem vom familiären Umfeld ab, erklärte Klinik-Sozialarbeiterin Marianne Bäuerle. Ein wichtiges Thema der Kliniksozialarbeit ist die Beratung zur Hilfsmittelversorgung, etwa wenn eine Gehhilfe oder ein Treppenlift notwendig ist. Auch, wenn eine unmittelbare Rückkehr in die eigene Wohnung nicht möglich ist, werde in jedem Fall versucht eine Lösung zu finden. Beispielsweise vermitteln die Kliniksozialarbeiterinnen bei Bedarf, in Absprache mit den Patienten und den Angehörigen, einen Platz in einer Kurzzeitpflege.

Sturzprävention wichtiger Bestandteil der Reha

Die drei Diplom-Psychologinnen der Klinik sowie Physiotherapeutinnen und -therapeuten präsentierten das Thema Sturzprävention, die für viele der älteren Patienten Bestandteil der Reha ist.

Die Sturzprävention umfasst beispielsweise ein angeleitetes Balancetraining auf Balancebrettern und einem Gehparcours: Dabei werden Gleichgewichtssinn und Beweglichkeit verbessert. Zudem werden die Patienten, die nach einem Sturz in die Klinik kommen, psychologisch unterstützt. In Gesprächen helfen die Psychologinnen, das belastende Ereignis zu verarbeiten und sich bewusst zu machen, wie ein erneuter Sturz verhindert werden kann. Dabei wird besprochen: Was ist passiert, wie kam es zum Sturz? Was hilft bei Angst und Unsicherheit? Wofür lohnt sich die Mühe der Reha? Was sind meine Ziele?

„Die Patienten kommen meist direkt nach dem Krankenhausaufenthalt zu uns in die Reha“, erklärte Dipl.-Psychologin Andreas Weiß. „Unser Vorteil ist, dass die Sturzerfahrung noch frisch ist und wir zeitnah dabei helfen können, das Geschehen einzuordnen und zu verarbeiten.“ Den Patienten wird beispielsweise vermittelt, was sie selbst tun können, um das Risiko für einen erneuten Sturz zu senken - siehe Hinweise oben -und wie man sich Hilfe organisiert. So können die Betroffenen wieder Kontrolle und Sicherheit zurückgewinnen und ihre Sturzangst reduzieren. „Manche können zunächst gar nicht erfassen, wie der Sturz passiert ist“, sagt Weiß. „Im Gespräch stellt sich dann oft heraus, dass Viele sehr in Stress und Hektik sind. Man versucht schnell, zum klingelnden Telefon zu kommen, wird fahrig und dann passiert es. Wir geben den Betroffenen dann einfache und konkrete Tipps. Etwa, sich immer zu sagen ´immer eins nach dem anderen machen´ oder ´ich mache nur, was ich kann´.

Pressekontakt
MediClin Schlüsselbad Klinik
Renchtalstr. 2
77740 Bad Peterstal-Griesbach

David Ortmann
Kaufmännischer Direktor
Tel. 07806/ 86-233
Fax 07806/ 391
david.ortmann@mediclin.de
www.schluesselbad-klinik.de

Die MediClin Schlüsselbad Klinik

Die MediClin Schlüsselbad Klinik in Bad Peterstal-Griesbach vereint vier Fachdisziplinen unter einem Dach: Orthopädie, Rheumatologie, Innere Medizin und Geriatrische Rehabilitation. Zu der Einrichtung gehört auch ein Ambulantes Therapiezentrum. Die Klinik verfügt über 161 Betten. Beschäftigt sind dort rund 140 Mitarbeiter. Chefarzt der Klinik ist Dr. Siegfried Wentz, ehemals Weltklasse-Zehnkämpfer und u.a. Olympia-Dritter von 1984.

Über die MediClinDie MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neurologie, Psychosomatik, Psychiatrie, Orthopädie sowie Geriatrie. Mit 34 Kliniken, sieben Pflegeheimen und acht Medizinischen Versorgungszentren ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 8.000 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Rehakliniken. Für die MediClin arbeiten rund 8.900 Mitarbeiter.
MediClin – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

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