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Neuartiges Verfahren von Stent-Implantationen im MediClin Herzzentrum Coswig

Pressemitteilung   •   Dez 05, 2014 11:25 CET

Coswig, 5. Dezember 2014. Im MediClin Herzzentrum Coswig wurde nun erstmals ein Bio-resorbierbarer Stent (selbstauflösender Stent) in die Engstelle eines Herzkranzgefäßes eingebracht. Die Intervention wurde vom Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie, Herrn Dr. Tom Giesler, ohne Komplikationen durchgeführt. Im Anschluss war der Patient beschwerdefrei und in seiner Leistungsfähigkeit deutlich gebessert.
Der Vorteil dieses Bio-resorbierbaren Stents besteht darin, dass er aus einem Material gefertigt ist, welches sich nach einer gewissen Zeit auflöst. So sind nach ca. 2 bis 3 Jahren keine Rückstände des Stents im Gefäß vorhanden. Der Stent stützt das Gefäß solange, wie die Heilung braucht und wird danach vom Körper abgebaut. Letztlich kann dadurch der natürliche Zustand des Gefäßes wiederhergestellt werden. Somit können Langzeitergebnisse verbessert und Brustschmerzanfälle reduziert werden.

Leider kann dieser Stent derzeit nur bei ca. 10 % der Interventionen in Erwägung gezogen werden. Dies ist abhängig von der Lage der Engstelle und dem behandelten Gefäß. Trotzdem sieht Herr Dr. Giesler viele Vorteile bei der Verwendung dieses Stents, da Langzeitprobleme wie beispielsweise Stentthrombosen weniger auftreten und das Gefäß letztlich in seinem natürlichen Zustand wiederhergestellt wird. „Die Ergebnisse der klinischen Untersuchungen sind gut“, so Giesler, „so dass wir uns freuen, dass wir unseren Patienten nun diesen neuartigen Stent anbieten können.“

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