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Neue Operations-Methode im MediClin Herzzentrum Coswig

Pressemitteilung   •   Jul 21, 2011 09:43 CEST

Coswig, 21.07.2011. Ein neues OP-Verfahren mit Laser-Technik wird seit kurzem im MediClin Herzzentrum Coswig eingesetzt.
Anfang Juli konnten zwei Patienten erfolgreich behandelt werden; im Bild der erste Patient Herr R., mit 79 Jahren extra aus dem Teutoburger Wald angereist, um sich in Coswig behandeln zu lassen.

Der neue Laser dient zur Entfernung von alten, defekten Herzschrittmachern und implantierten Defibrillatoren. Auf Grund des Einsatzes des Excimer-Lasers dauert die Operation nicht mehr zwei Stunden, sondern nur noch 30 Minuten. Auf die Herz-Lungen-Maschine konnte verzichtet werden.
Die neue Methode kommt zur Anwendung, wenn Implantate zur Herzunterstützung wie Defibrillatoren oder Herzschrittmacher auf Grund von Komplikationen entfernt und neu eingesetzt werden müssen, bspw. bei technischen Defekten oder Entzündungen.

„Wir können so die am Herzen implantierten und eingewachsenen Elektroden schnell und ohne zusätzliche Belastung für das ohnehin geschwächte Herz entfernen“, erklärt Dr. med. Torsten Bossert, Oberarzt der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am MediClin Herzzentrum Coswig, der den ersten Eingriff gemeinsam mit Oberarzt Dr. Nidal Al Alam durchführte.

Bei Herzschrittmacherimplantationen werden Elektroden an mehreren Stellen mit dem Herzmuskel verbunden. So werden die elektrischen Impulse übermittelt, die das Herz zu Kontraktionen anregen. Gleichzeitig können dadurch auch Informationen über die Frequenz der Herzschläge und damit Signale über Unregelmäßigkeiten an das implantierte Gerät übermittelt werden. Mit der Zeit verwachsen die Elektroden mit dem Herzen. Ist es notwendig das Gerät auszutauschen oder zu entfernen, müssen die Elektroden entnommen werden. Diesen Eingriff konnte früher nur mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine durchgeführt werden. Diese übernahm dann die Funktion des Herzens und hielt den Kreislauf aufrecht.

Auf Grund der neuen Laser-OP können neue Behandlungsentscheidungen getroffen werden. „Durch diese neue Methode ist es möglich auch den Patienten zu helfen, für die bisher eine Operation mit Herz-Lungen-Maschine zu gefährlich gewesen wäre“, so Oberarzt Bossert.
Nach vier Tagen konnte der Patient die Rückreise in den Teutoburger Wald antreten und ist wohlauf.

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