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Osteoporose: „Richtige Therapie kann Knochenbruch-Risiko halbieren“

Pressemitteilung   •   Mär 03, 2014 18:00 CET

Informationen von Dr. Ewald Hof, Orthopädischer Chefarzt der MediClin am Hahnberg

Bad Wildungen, März 2014. Krummer Rücken durch Osteoporose: Früher waren die älteren Frauen mit einem ´Witwenbuckel´, die sich ohne Gehstock kaum noch fortbewegen konnten, ein verbreitetes Bild. Der sogenannte Knochenschwund bedeutete dramatische Einschränkungen im täglichen Leben bis hin zur Bettlägerigkeit und frühem Tod.

Anders heute: Mit der Diagnose Osteoporose ist nicht mehr zwangsläufig eine schlechtere Lebensqualität verbunden. Die Krankheit, die mit einer Verringerung der Knochendichte und einer erhöhten Gefahr von Wirbel- und Knochenbrüchen einhergeht, ist weitgehend erforscht. Es gibt moderne Methoden zur Früherkennung. Man weiß, wie man vorbeugen kann und es gibt zahlreiche wirksame Medikamente und Therapien.

„Erkennung, Behandlung und Vorbeugung sind die drei Säulen bei der Bekämpfung der Osteoporose“, erklärt Dr. Ewald Hof, Orthopädischer Chefarzt der MediClin am Hahnberg. „Mit der richtigen Behandlung ist trotz Osteoporose auch im Alter ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben möglich.“

Dr. Hof fasst das Wichtigste zum Thema Osteoporose zusammen:

Risiko ernst nehmen

Das Risiko steigt mit dem Lebensalter, insbesondere bei Menschen, in deren Familie die Krankheit bereits aufgetreten ist. Frauen sind stärker gefährdet. Auch manche Medikamente, zum Beispiel Cortison, erhöhen das Risiko. „Wenn Osteoporose zu spät erkannt und falsch behandelt wird, sind Lebensqualität und das Leben selbst in Gefahr“, betont Dr. Hof.  Das statistische Risiko einer Frau, an einem Oberschenkelhalsbruch zu sterben, der durch Osteoporose verursacht wurde, ist vergleichbar dem Risiko, an Brustkrebs zu sterben. Deshalb sollte man seinen Hausarzt auf mögliche Warnzeichen hinweisen. Dazu gehören etwa dumpfe Rückenschmerzen, eine Verringerung der Körpergröße und eine veränderte, vorgebeugte Haltung. Der Hausarzt überweist dann für weitere Untersuchungen an einen Facharzt.

Möglichkeiten zur Früherkennung nutzen

Bei einem Krankheitsverdacht kann Osteoporose frühzeitig durch eine Messung der Knochendichte erkannt werden. Eine Untersuchung sollte nach Möglichkeit mit der zuverlässigen sogenannten Dexa-Methode, einem Röntgenverfahren, erfolgen.

Richtiges Verhalten beugt vor

„Einige Risikofaktoren kann man durch richtiges Verhalten ausschalten“, betont Dr. Hof. Wichtig ist eine calciumreiche Ernährung, mit ausreichend Milch und Milchprodukten, Salat, Gemüse wie Brokkoli und einem calciumreichen Mineralwasser. Auch Bewegung und geeigneter Sport sind wichtig – um Muskeln aufzubauen, die die Knochen stützen, und um Beweglichkeit und Balance zu erhalten. Gut sind beispielsweise Gymnastik, tägliche Spaziergänge oder Walking. Das beugt Stürzen und damit möglichen Knochenbrüchen vor. „Zur Sturzprävention gehört auch, Stolperfallen in der Wohnung zu vermeiden, wie Kabel oder Falten im Teppich. Auch sichere Schuhe sind wichtig!“

Medikamente regelmäßig einnehmen

„Eine Behandlung mit Medikamenten kann jeden zweiten Knochenbruch, der durch Osteoporose verursacht wird, verhindern“, betont Dr. Hof. Osteoporose-Medikamente verringern das Knochenbruchrisiko ganz erheblich und tragen so dazu bei, die Lebensqualität zu erhalten. „Voraussetzung dafür, dass die Medikamente wirken, ist aber eine regelmäßige Einnahme“, so Dr. Hof. Deshalb ist es wichtig, dass die Medikamente so eingenommen werden, wie sie der Arzt verschrieben hat.

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Dr. Ewald Hof, Orthopädischer Chefarzt der MediClin am Hahnberg

 

Über das MediClin Reha-Zentrum am Hahnberg und die MediClin Klinik für Akutpsychosomatik am Hahnberg Bad Wildungen

Zum MediClin Reha-Zentrum am Hahnberg gehören eine Fachklinik für Konservative Orthopädie mit einem Zentrum für Amputationsnachsorge sowie eine Fachklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, an die die MediClin Klinik für Akutpsychosomatik am Hahnberg angegliedert ist. In beiden psychosomatischen Kliniken wird das gesamte Spektrum der psychosomatischen Medizin behandelt. Hierzu gehören insbesondere Depressionen, Erschöpfungszustände, Angststörungen, Traumafolgestörungen, somatoforme Störungen und chronische Schmerzstörungen. Die Einrichtung verfügt über 307 Betten und beschäftigt 159 Mitarbeiter.

Über die MediClin

Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neuro- und Psychowissenschaften sowie Orthopädie. Mit 34 Klinikbetrieben, sieben Pflegeeinrichtungen und elf Medizinischen Versorgungszentren ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 8.100 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Fachkliniken für die medizinische Rehabilitation. Für die MediClin arbeiten rund 8.500 Mitarbeiter.
MediClin – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe

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