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Rückenschmerzen: Viele Schmerzursachen kann man selbst beeinflussen

Pressemitteilung   •   Mär 05, 2015 15:43 CET

Bad Peterstal, 3. März 2015. „Es ist ein einziges Auf und Ab. Manche Tage spüre ich fast nichts und dann ist es wieder, als hätte man mir ein Messer in den Rücken gerammt, als würde mir mein Kreuz abbrechen“. Solche Schilderungen von Patienten hört Dr. Siegfried Wentz, orthopädischer Chefarzt der MediClin Schüsselbad Klinik in Bad Peterstal-Griesbach, fast täglich.

„Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig, aber viele davon lassen sich selbst beeinflussen“, sagt Dr. Wentz, ehemaliger Leistungssportler, Olympiadritter und Vizeweltmeister. „Das Thema Vorbeugen ist an sich nichts Neues. Wir haben schon 1990 in der Schlüsselbad-Klinik die „Peterstaler Rückenschule“ veröffentlicht.“ Damals war das deutschlandweit ein Vorzeigeprojekt, heute ist das Thema aktueller denn je. Eine Ursache dafür, dass immer mehr Menschen über Rückenschmerzen klagen, sieht Dr. Wentz in den in immer hektischer werdenden Zeiten. „Die Leute müssen bei ihrer Arbeit vielfach ´Buckeln´ und achten dabei, wie auch im Privatleben, viel zu wenig auf ihre Gesundheit.“ Bei der Entstehung von Rückenbeschwerden spielen die eigenen Gewohnheiten eine zentrale Rolle. Stress und psychischer Druck, rein sitzende Tätigkeiten, Fehl- und Überernährung und vor allem Bewegungsmangel werden buchstäblich zu einer erdrückenden Last auf den Schultern. „Eigentlich sollte deshalb schon im Kindesalter mit der Prävention begonnen werden, damit sich schlechte Gewohnheiten wie Bewegungsmangel gar nicht erst einschleifen.“

Rückenschmerzen sind ein Warnsignal des Körpers

Rückenschmerzen sind zunächst ein Warnsignal des Körpers. „Diese Warnung zu ignorieren ist der größte Fehler, der oft begannen wird“, warnt Dr. Wentz. Spätestens dann, wenn Schmerzen auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen und seine Lebensgewohnheiten überprüfen. Rückenschulprogramme der Volkshochschulen, Krankenkassen und Rentenversicherung sind dabei hilfreich. Wer diesen Rat nicht befolgt, so Dr. Wentz, werde „fast zwangsläufig“, bei ihm oder einem seiner Kollegen landen, mit chronischem Schmerzen und nicht selten irreparablen Schäden der Wirbelsäule.

Beispielsweise führen Fehlbelastungen der Wirbelsäule auf Dauer zu Verschleißerscheinungen. Diese müssen dann auf jeden Fall von einem Orthopäden behandelt werden. „Begünstigen kann das in zunehmendem Alter natürlich auch eine Osteoporose“, sagt Dr. Wentz. Doch auch für den Knochenschwund gilt: „Vorbeugen ist besser als Heilen“. Zu regelmäßigen und sinnvollen Bewegungseinheiten sollte in diesem Fall auch besonderes Augenmerk auf die richtige Ernährung gelegt werden. Eine gesunde und kalizumreiche Mischkost sorgt für einen besseren Knochenstoffwechsel, der das Skelett und damit natürlich auch die Wirbelkörper stabilisiert und damit Deformitäten entgegenwirkt. Frauen ab 55 Jahre und Männer ab 60 Jahre sollten als Vorsorgemaßnahme eine Knochendichtemessung durchführen lassen, auch wenn diese zunächst selbst bezahlt werden muss.

Auf dem Vormarsch: die „Schaufensterkrankheit“ des Rückens

Ein zunehmend auftretendes Krankheitsbild bei Menschen über 60 Jahren ist die sogenannte Spinalstenose oder Neuroforamenstenose der Lendenwirbelsäule. Hier kommt es durch Verschleißerscheinungen, insbesondere im Bandscheibenbereich, zu einer Einengung des Rückenmarks und der Nervenaustrittslöcher. Die Nerven, die Oberschenkel, Unterschenkel und Füße versorgen, haben dadurch keinen Platz mehr. „Das führt zu Schmerzen, insbesondere beim Gehen in den Beinen, wie eine ´Schaufensterkrankheit des Rückens´“, so Dr. Wentz. Diese Schmerzen in den Beinen kommen mittlerweile deutlich seltener von Durchblutungsstörungen, sondern gehäuft von der sogenannten Spinalstenose. Auch hier lässt sich durch entsprechende Untersuchung und Diagnostik das Krankheitsbild in vielen Fällen zunächst konservativ, also ohne Operation, sehr gut behandeln. Wenn dies nicht ausreicht, stehen operative Maßnahmen mit kleinen Instrumenten, ähnlich wie sie der Zahnarzt benutzt, zur Verfügung, die auch ältere Menschen körperlich nur noch wenig belasten. Eine Rehabilitationsbehandlung im Anschluss an die Operation trägt dann letztendlich zum Erfolg des Eingriffs bei.

Kontakt:

Dr. med. Siegfried Wentz
Ärztliche Leitung, Chefarzt der Fachklinik für Orthopädie/Rheumatologie, Innere Medizin/Kardiologie und Leiter Ambulantes Therapiezentrum

MediClin Schlüsselbad Klinik
Renchtalstr. 2
77740 Bad Peterstal-Griesbach
Tel. 07806/ 86-212

Die MediClin Schlüsselbad Klinik

Seit über 30 Jahren hat sich die MediClin Schlüsselbad Klinik in Bad Peterstal, u. a. der Behandlung und Prävention von Rückenleiden verschrieben. Die Fachklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Rheumatologie, Innere Medizin und Geriatrische Rehabilitation ist seither ein verlässlicher Partner im Bereich der Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung nach Operationen. Durch das angegliederte ambulante Rehabilitationszentrum sind alle medizinischen und therapeutischen Angebote auch ohne einen stationären Klinikaufenthalt verfügbar.

Über die MediClin

Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neurologie, Psychosomatik, Psychiatrie, Orthopädie sowie Geriatrie. Mit 34 Kliniken, sieben Pflegeheimen und acht Medizinischen Versorgungszentren ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 8.000 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Rehakliniken. Für die MediClin arbeiten rund 8.800 Mitarbeiter.
MediClin – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

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