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Rückenschmerzen: Den Patienten genau betrachten

Pressemitteilung   •   Mär 06, 2018 11:33 CET

Informationen anlässlich des Tages der Rückengesundheit am 15. März

Multimodale Therapie in der MediClin Hedon Klinik berücksichtigt alle relevanten Schmerzursachen

Lingen, 6. März 2018. Viele Menschen mit Rückenschmerzen befinden sich seit Jahren in ambulanter Behandlung bei ihrem Hausarzt oder Orthopäden, ohne dass ein befriedigendes Ergebnis erreicht werden kann. Irgendwann gilt der Patient als ‚ambulant austherapiert‘, die Schmerzen jedoch bleiben. Für die Betroffenen ist das häufig eine starke psychische Belastung.

Solche Patienten behandelt Dr. Rainer Baalmann, Ärztlicher Leiter des Neurologischen Wirbelsäulenzentrums der MediClin Hedon Klinik in Lingen. Während eines bis zu vierzehntägigen Klinikaufenthalts werden die Patienten dort konservativ, das heißt ohne Operation, therapiert. Das Team um Dr. Baalmann setzt auf multimodale Behandlungsansätze. Das heißt konkret: Der Patient wird interdisziplinär durch Neurochirurgen mit einer Weiterbildung zum Speziellen Schmerztherapeuten und Orthopäden, Physiotherapeuten und Psychologen behandelt. So werden alle relevanten Faktoren der Schmerzverursacher berücksichtigt. Die Behandlung kombiniert dann zielgerichtet Medikamente, Infiltrationstherapie (Wirkstoffe werden gezielt in die Schmerzquelle gespritzt) und Physiotherapie/Physikalische Therapie. Einen hohen Stellenwert hat die psychologische Unterstützung: zur Schmerzbewältigung.

„Unsere Patienten leiden beispielsweise unter Rückenschmerzen durch Wirbelkanalverengungen, Wirbelsäulenarthrosen oder unter chronischen Beschwerden nach Operationen und Bandscheibenvorfällen. Auch psychische Probleme spielen in vielen Fällen eine Rolle. Durch die Schmerzen und die körperlichen Einschränkungen leiden Lebensqualität und das seelische Wohlbefinden", berichtet Dr. Baalmann.

Am Anfang seiner Behandlung steht der eingehende Blick auf den Patienten. „Ich nehme mir viel Zeit und schaue genau hin: Woran leidet der Patient? Entstehen die Schmerzen beispielsweise durch eine Reizung eines Nervs? Sind es Probleme der Muskulatur? Welche Rolle spielt eine seelische Belastung, ist eine Depression oder Angststörung Mitverursacher der Beschwerden?" Es wird festgestellt, welche Probleme im Vordergrund stehen. Auf dieser Grundlage gestalten Dr. Baalmann und seine Mitarbeiter einen genau auf den Patienten abgestimmten Behandlungsplan.

Mit gezielten Spritzen gegen Schmerzen
Bei vielen Patienten geht es erstmal darum, die größten Schmerzen in den Griff zu bekommen und die psychische Belastung zu senken. „Es gibt einen Teufelskreis", erklärt der Mediziner. „Die Leute haben starke Schmerzen, schonen sich, die Muskeln bauen ab. Dadurch kommt es zu Instabilitäten und es entstehen neue Schmerzen. Je mehr man sich schont, umso schlechter!" Deshalb müssen im ersten Schritt die Schmerzen verringert werden, damit sich der Patient wieder richtig bewegen kann und um Muskelentspannung und -kräftigung überhaupt möglich zu machen. Im Neurologischen Wirbelsäulenzentrum der MediClin Hedon Klinik setzt man dafür auf die sogenannte minimalinvasive Behandlung mittels Infiltration. Dabei spritzt Dr. Baalmann gezielt Betäubungsmittel und Cortison in die Quelle der Beschwerdesymptomatik. Dies bewirkt eine längerfristige Besserung von entzündeten und angeschwollenen Nervenwurzeln und damit eine Linderung der Schmerzen. Begleitet wird die Infiltrationsbehandlung durch Physiotherapie, etwa Krankengymnastik zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur, physikalische Therapie wie Massagen, Elektro- und Wärmetherapie und Kneipp-Anwendungen.

Therapie berücksichtigt Körper und Psyche
„Wir beziehen den körperlichen, seelischen und sozialen Hintergrund des Menschen gleichwertig in die Therapie mit ein", unterstreicht Dr. Baalmann. Psychologische Unterstützung ist ein wichtiger Pfeiler der Behandlung – zum einen, um den Patienten zu helfen, mit den Schmerzen umzugehen. Zum anderen, um psychosozialen Ursachen der Schmerzen auf den Grund zu gehen: Andauernder Stress und andere seelische Belastungen können sich etwa in einer schlechten Körperhaltung widerspiegeln und Verspannungen und Muskelverhärtungen verursachen und verstärken. In der Klinik setzt man deshalb auf psychotherapeutische Gespräche, auf die Teilnahme an ‚Schmerzgruppen‘, in der sich die Patienten unter Anleitung eines Psychologen austauschen und auf das Erlernen von Entspannungsverfahren. „Wir möchten den Patienten dabei unterstützen, seine eigenen Ressourcen zu mobilisieren. Die Leitfrage für ihn sollte sein: Was kann ich selbst tun, damit es mir besser geht?".

Konservative Behandlung oft erfolgreich
Dass es bei Wirbelsäulenerkrankungen nicht immer ohne Operation geht, betont auch Dr. Baalmann. „Bandscheibenvorfall ist nicht gleich Bandscheibenvorfall. Es gibt klare Indikationen, bei denen eine OP notwendig ist. Man muss allerdings sehen, dass es bei zahlreichen Eingriffen Folgeschäden gibt. Zum Beispiel, wenn viel Knochenmasse entfernt wird, und dadurch Instabilitäten entstehen. Nicht jeder Bandscheibenvorfall muss operiert werden!" In der MediClin Hedon Klinik habe man die Erfahrung gemacht, dass vielen Menschen ohne Operation nachhaltig geholfen werden kann. „Erst kürzlich haben wir einen Patienten mit Bandscheibenvorfall behandelt, der humpelnd in die Klinik kam. Nach der Therapie konnte er sich wieder weitgehend beschwerdefrei bewegen – ganz ohne Operation."

Passgenaue Rehabilitationsmaßnahme möglich
Für Patienten, bei denen im Rahmen der Akutbehandlung keine vollständige Linderung der Beschwerden erreicht werden konnte, besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer Anschlussheilbehandlung in der MediClin Hedon Klinik. In Absprache mit Dr. Baalmann kann der Patient darüber entscheiden, ob er diese in einer ambulanten Behandlung, also mit der Übernachtung in häuslicher Umgebung, oder stationär durchführen möchte. Mit Hilfe der in der Regel dreiwöchigen Rehabilitationsmaßnahme, in der nach einem individuell erstellten Therapieplan Therapien aus den Bereichen Physiotherapie, Physikalische Therapie, Psychologie, Ergotherapie und Sozialdienst absolviert werden, kann häufig eine weitere Reduktion der Schmerzsymptomatik oder sogar eine vollständige Schmerzfreiheit erzielt werden. „Nur so ist es vielen Patienten möglich, auch längerfristig beruflich wieder integriert zu werden und am sozialen Leben teilzunehmen.“ 

Kontakt für medizinische Rückfragen:
Dr. med. Rainer Baalmann
MediClin Hedon Klinik
Ärztlicher Leiter des Neurologischen Wirbelsäulenzentrums/spezielle Schmerztherapie
Facharzt für Neurochirurgie
Zertifizierter Wirbelsäulen-Chirurg (DWG)
Spezieller Schmerztherapeut
Hedonallee 1
49811 Lingen (Ems)

Tel. +49 591 918 12 11

Pressekontakt:
Klaus Köhring
Kaufmännischer Direktor
MediClin Hedon Klinik
Hedonallee 1
49811 Lingen (Ems)

Telefon 0591 / 918-1103
E-Mail: klaus.koehring@mediclin.de

Über die MediClin Hedon Klinik
Die MediClin Hedon Klinik ist mit 283 Betten eine der größten Einrichtungen ihrer Art in Niedersachsen und verfügt über eine entsprechend umfangreiche Expertise. Zur MediClin Hedon Klinik gehören ein Akutkrankenhaus mit einer Klinik für Neurologie und neurologische Frührehabilitation sowie eine Einrichtung für Rehabilitationsmedizin mit den Fachkliniken für neurologische Rehabilitation und für orthopädische und traumatologische Rehabilitation. Zur MediClin Hedon Klinik gehört außerdem ein neuro-orthopädisches Kompetenzzentrum. In der Klinik sind rund 515 Mitarbeiter beschäftigt.

Über MediClin
Zu MediClin gehören deutschlandweit 36 Kliniken, sieben Pflegeeinrichtungen, drei ambulante Pflegedienste und neun Medizinische Versorgungszentren. MediClin verfügt über knapp 8.300 Betten und beschäftigt rund 9.600 Mitarbeiter.
In einem starken Netzwerk bietet MediClin dem Patienten die integrative Versorgung vom ersten Arztbesuch über die Operation und die anschließende Rehabilitation bis hin zur ambulanten Nachsorge. Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte arbeiten dabei sorgfältig abgestimmt zusammen. Die Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen gestaltet MediClin nach deren individuellen Bedürfnissen und persönlichem Bedarf – zu Hause oder in der Pflegeeinrichtung.
MediClin – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

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