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Schluckstörungen größte Gefahr nach Schlaganfall

Pressemitteilung   •   Apr 12, 2010 20:40 CEST

Reichshof-Eckenhagen, 12. April 2010. Jedes Jahr erleiden rund 200 000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Das Tückische dabei: Auch wenn im Krankenhaus das Leben eines Patienten gerettet werden konnte, bestehen im Anschluss an den Hirninfarkt noch unvermutete Gefahren. So entwickeln bis zu 50 Prozent der Patienten eine Schluckstörung (Dysphagie); laut Ärztekammer Nordwürttemberg sterben daran bis zu zehn Prozent der Betroffenen im ersten Jahr nach einem Schlaganfall. Um die Behandlung von Patienten mit Schluckstörungen weiter zu verbessern, veranstaltet das MediClin Reha-Zentrum Reichshof am Samstag, 17. April, zum sechsten Mal einen Kongress rund um dieses Thema. Von 9 bis 18 Uhr diskutieren Experten aus dem gesamten Bundesgebiet spezielle medizinische und therapeutische Aspekte des komplexen Störungsbilds Dysphagie. „Ein Schlaganfall ist im Leben eines Betroffenen zumeist ein großer Einschnitt“, sagt Dr. Jürgen Bonnert, Chefarzt der Neurologie am MediClin Reha-Zentrum Reichshof. „Durch eine fachgerechte Rehabilitation können wir die schlaganfallbedingten Ausfälle reduzieren oder ganz beseitigen. Die Behandlung von Schluckstörungen ist dabei ein ganz zentraler Punkt.“

Die Referate am Vormittag vermitteln grundlegende Informationen; die Workshops am Nachmittag bieten die Gelegenheit, Behandlungsverfahren praxisorientiert kennenzulernen. Die Themen reichen von „Schluckstörungen im Alter“ über „Kostform bei Dysphagie“ bis hin zu „radiologischen Schluckuntersuchungen“. Die Veranstaltung wurde von der Ärztekammer Nordrhein mit zehn Fortbildungspunkten zertifiziert. Weitere Informationen zur Veranstaltung können Interessierte unter der Telefonnummer 02265/995-212 einholen.

Was ist eine Schluckstörung?

Dysphagie bezeichnet eine Störung des Schluckens von fester und/oder flüssiger Nahrung vom Mund zum Magen. Eine häufige zusätzliche Auffälligkeit der Dysphagie ist das Verschlucken (Aspiration). Dabei kommt es zu einem Eindringen von Nahrung und Speichel in das Atmungssystem unterhalb des Kehlkopfes – was in vielen Fällen eine schwere Lungenentzündung verursacht. Über 300 Patienten mit vorwiegend neurogenen Schluckstörungen werden im MediClin Reha-Zentrum Reichshof pro Jahr durch ein interdisziplinär zusammenarbeitendes Team von Ärzten, Therapeuten, Pflegekräften, den Mitarbeitern der radiologischen und endoskopischen Diagnostik sowie der Küche betreut.

Über das MediClin Reha-Zentrum Reichshof
Das MediClin Reha-Zentrum Reichshof dient der medizinischen Rehabilitation und verfügt über Fachkliniken für Neurologie, Pneumologie und Onkologie. Die Einrichtung im Oberbergischen Land verfügt über 245 Betten und beschäftigt 268 Mitarbeiter.

Über die MediClin
Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neuro- und Psychowissenschaften sowie Orthopädie. Mit 33 Klinikbetrieben, sieben Pflegeeinrichtungen, neun Medizinischen Versorgungszentren und einem Hotel für Gesundheit und Erholung ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 7.900 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Fachkliniken für die medizinische Rehabilitation. Für die MediClin arbeiten rund 7.800 Mitarbeiter.

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