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Speiseröhrenkrebs – Die Überlebenszeit durch Radiochemotherapie verlängern

Pressemitteilung   •   Nov 06, 2015 09:05 CET

Bonner Expertin für Strahlentherapie erläutert die Chancen einer kombinierten Behandlung

Bonn, 6. November 2015.Eine Radiochemotherapie, also die Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung, ist eine wichtige Möglichkeit zur Behandlung bei Speiseröhrenkrebs und verbessert die Erfolgsaussichten einer Operation. Die Langzeitauswertung einer niederländischen Studie belegt jetzt, dass eine Radiochemotherapie vor der Operation die langfristigen Überlebenschancen von Patienten mit Speiseröhrenkrebs deutlich verlängern kann. „Eine Vorbehandlung mit Radiochemotherapie verbessert die Chance, die behandelten Tumore komplett entfernen zu können, ohne dass Krebszellen zurückbleiben“, erklärt Dr. Dr. Brigitta Baumert, Chefärztin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie an der MediClin Robert Janker Klinik.

Das wichtigste Verfahren zur Behandlung von Speiseröhrenkrebs ist eine Operation, bei der der Tumor vollständig entfernt wird. Wird die Krebserkrankung früh erkannt und liegen keine Metastasen in anderen Bereichen des Körpers (Fernmetastasen) vor, reicht eine operative Entfernung des Tumors normalerweise aus. Bei Patienten, die sich bereits in einem lokal fortgeschrittenen Krankheitsstadium befinden und die körperlich dennoch belastbar genug sind, sollte eine Vorbehandlung mit einer sogenannten neoadjuvanten (vor der Operation stattfindenden) Radiochemotherapie erfolgen, bei der die Gabe von Chemotherapie gleichzeitig mit einer Bestrahlung stattfindet (Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO)). „Meist wird Speiseröhrenkrebs erst spät erkannt“, berichtet Baumert. „Eine Vorbehandlung mit Radiochemotherapie ist dann Behandlungsstandard.“

In speziellen Situationen kann es auch vorkommen, dass nur eine Behandlung durch Radiochemotherapie stattfindet und keine Operation folgt. „Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Gesundheitszustand des Patienten eine Operation nicht zulässt oder wenn der Tumor so liegt, dass er nicht operativ entfernt werden kann“, erläutert Baumert. „Es muss also von Fall zu Fall genau entschieden werden, welche Behandlung für welchen Patienten in Frage kommt.“ Auch bei Patienten, bei denen eine Heilung bereits ausgeschlossen ist – etwa weil Metastasen in anderen Bereichen des Körpers vorliegen – kann eine Strahlentherapie sinnvoll sein, um Beschwerden zu mindern und die Lebensqualität so gut wie möglich zu erhalten.  

Pressekontakt:

Jelina Schulz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Okenstraße 27
77652 Offenburg

Tel.: 0781 / 488 - 189
jelina.schulz@mediclin.de

Über die MediClin Robert Janker Klinik

Die MediClin Robert Janker Klinik ist eine Fachklinik für Strahlentherapie, Radioonkologie, Radiologie und Neuroradiologie. Zur Klinik gehört auch ein Zentrum für Hochpräzisionsbestrahlung. Die Klinik, in der rund 100 Mitarbeiter arbeiten, ist mit 83 Betten im Bettenbedarfsplan des Landes Nordrhein-Westfalen ausgewiesen. Die Therapiekonzepte werden sowohl stationär als auch in Zusammenarbeit mit dem MVZ MediClin Bonn ambulant angeboten. Benannt ist die Klinik nach ihrem Gründer, dem Radiologen Prof. Dr. Robert Janker. Er ließ 1937 in Bonn ein Röntgeninstitut errichten, dem er nach dem Krieg eine Krankenstation angliederte.

Zum Standort gehört außerdem das MediClin MVZ Bonn. Insgesamt beschäftigt MediClin in Bonn rund 110 Mitarbeiter.

Über die MediClin

Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neurologie, Psychosomatik, Psychiatrie, Orthopädie sowie Geriatrie. Mit 34 Kliniken, sieben Pflegeheimen und acht Medizinischen Versorgungszentren ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 8.000 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Rehakliniken. Für die MediClin arbeiten rund 8.900 Mitarbeiter.
MediClin – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

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