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Was tun, wenn Schmerzen nicht aufhören?

Pressemitteilung   •   Jun 03, 2016 11:05 CEST

Bei chronischen Schmerzen reicht die Einnahme von Medikamenten häufig nicht aus

Rückenleiden, Arthrose, Krebs: Anlässlich des „Aktionstages gegen den Schmerz“ stellen Experten effektive Therapien vor

Bonn, 3.Juni 2016. Schmerzen kommen im Alltag immer wieder vor, und oft hilft es, eine Tablette zu nehmen. Anders bei chronischen Schmerzen: Sie plagen die Betroffenen über Monate immer wieder oder sogar ununterbrochen. Doch auch in solchen Fällen haben Ärzte viele Möglichkeiten, den Patienten zu helfen, wie drei Experten von der MediClin Robert Janker Klinik in Bonn anlässlich des „Aktionstages gegen den Schmerz“ am 7. Juni 2016 erläutern.

Rückenschmerzen

Etwa zwei Drittel der Deutschen leiden mindestens einmal im Leben unter Rückenschmerzen, viele auch häufiger. Neben Bandscheiben-Problemen ist oft ein Verschleiß die Ursache, also Arthrose der Gelenke in der Wirbelsäule. Wenn die Beschwerden trotz Schmerzmitteln und Physiotherapie nicht besser werden, bringt eine minimal-invasive Therapie namens radikuläre Infiltration Erleichterung. „Dabei spritzen wir ein betäubendes Mittel an der schmerzenden Stelle in die Nervenwurzel“, erklärt Dr. Attila Kovács, Chefarzt Radiologie und Neuroradiologie an der MediClin Robert Janker Klinik. „Dem Patienten geht es sofort besser. Für einen langfristigen Effekt wiederholen wir die Injektionen bis zu dreimal.“ Damit der Arzt die Stelle exakt ansteuern kann, liegt der Patient während der Therapie im Computertomografen. In Studien zeigte sich, dass sich die Schmerzen dadurch bei 75 Prozent der Behandelten um durchschnittlich 80 Monate verringern. Oft lässt sich damit eine Operation umgehen.

Arthrose

Immer wieder treffen chronische Schmerzen auch die Gelenke. Eine häufige Ursache ist Arthrose, die sich vor allem in Hüfte, Knie oder den Fingern entwickelt. „Wenn andere Therapien nicht geholfen haben, setzen wir hier eine Röntgenreiz-Bestrahlung ein“, sagt Dr. Dr. Brigitta Baumert,Chefärztin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie an der MediClin Robert Janker Klinik. Die Behandlung erfolgt mit den gleichen Geräten wie die Strahlentherapie bei Krebs, allerdings ist die Dosis – und damit die Strahlenbelastung – um ein Vielfaches niedriger. „Arthrosen oder rheumatisch-entzündliche Erkrankungen lassen sich dadurch zwar nicht heilen, doch die Schmerzen werden besser. Der Effekt kann zwischen sechs Monaten und einem Jahr anhalten“, berichtet sie. „Manchmal kehren die Beschwerden gar nicht zurück.“ In der Regel wird die Bestrahlung sechsmal über drei Wochen angewandt. Sie wirkt anti-entzündlich und greift in die Schmerzentstehung ein. Dies lindert auch Schmerzen, die durch Krebs verursacht werden, etwa bei Metastasen in den Knochen. „Anders als bei der therapeutischen Strahlentherapie, mit der wir Tumoren verkleinern wollen, arbeiten wir bei der palliativen Bestrahlung mit einer viel niedrigeren Strahlendosis und einer deutlich kürzeren Behandlungsdauer “, betont Baumert. „Damit werden die Patienten schnell schmerzfrei.“ Die Therapien sind sowohl ambulant als auch stationär möglich, da an die Robert Janker Klinik ein medizinisches Versorgungszentrum für Radioonkologie angeschlossen ist.

Krebs

Wenn Menschen an einer fortgeschrittenen Krebserkrankung leiden, steht oft die Angst vor Schmerzen im Vordergrund. „Doch wir können selbst starke Schmerzen wirksam behandeln“, betont Dr. Katri Elina Clemens, Chefärztin der Klinik für Palliativmedizin an der Bonner Klinik. „Auch mit einer Tumorerkrankung kann man schmerzfrei sein!“ Die Therapie setzt sich dazu aus mehreren Komponenten zusammen. Als erstes erhalten die Patienten Schmerzmittel. „Wir kombinieren stark wirksame Substanzen mit schwächeren Schmerzmitteln“, erklärt sie. „Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Was bei dem einen funktioniert, muss nicht für den nächsten das Richtige sein. Wir passen die Therapie individuell für jeden Patienten an.“ Die Medikamente werden in der Regel oral eingenommen. Wenn das nicht möglich ist, kann man sie als Spritze oder per Schmerzpumpe verabreichen. Diese gibt über ein kleines Schlauchsystem ständig und zusätzlich bei Bedarf Medikamente unter die Haut ab. „Patienten und Angehörige lernen schnell, wie man damit umgeht, sodass die Schmerzpumpe problemlos zu Hause anwendbar ist“, sagt Dr. Clemens. Im Rahmen einer ganzheitlichen Schmerztherapie wird die medikamentöse Versorgung oft mit Physiotherapie kombiniert, wenn Patienten in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Da lang anhaltende chronische Schmerzkrankheiten zudem eine große seelische Belastung darstellen, gehört auch eine psychosoziale Unterstützung dazu. „Damit können wir Patienten gerade bei Tumorschmerzen soweit rehabilitieren, dass sie ein weitestgehend normales Leben führen können“, fasst die Ärztin zusammen. Die Klinik arbeitet mit einem ambulanten Schmerzzentrum auf dem Klinikgelände zusammen. „Das ermöglicht kurze Wege bei der Betreuung unserer Patienten“, ergänzt der Kaufmännische Direktor der Robert Janker Klinik, Dr. Mümtaz Köksal.

Pressekontakt

Dr. Mümtaz Köksal
Kaufmännischer Direktor
MediClin Robert Janker Klinik
Villenstr. 8
53129 Bonn

Telefon 0228/ 5306 701
muemtaz.koeksal@mediclin.de

Über die MediClin Robert Janker Klinik

Die MediClin Robert Janker Klinik ist eine Fachklinik für Strahlentherapie, Radioonkologie, Radiologie und Neuroradiologie. Zur Klinik gehört auch ein Zentrum für Hochpräzisionsbestrahlung. Die Klinik, in der rund 100 Mitarbeiter arbeiten, ist mit 83 Betten im Bettenbedarfsplan des Landes Nordrhein-Westfalen ausgewiesen. Die Therapiekonzepte werden sowohl stationär als auch in Zusammenarbeit mit dem MVZ MediClin Bonn ambulant angeboten. Benannt ist die Klinik nach ihrem Gründer, dem Radiologen Prof. Dr. Robert Janker. Er ließ 1937 in Bonn ein Röntgeninstitut errichten, dem er nach dem Krieg eine Krankenstation angliederte.
Zum Standort gehört außerdem das MVZ MediClin Bonn. Insgesamt beschäftigt MediClin in Bonn rund 110 Mitarbeiter.

Über die MediClin

Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neurologie, Psychosomatik, Psychiatrie, Orthopädie sowie Geriatrie. Mit 34 Kliniken, sieben Pflegeheimen und acht Medizinischen Versorgungszentren ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 8.000 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Rehakliniken. Für die MediClin arbeiten rund 9.000 Mitarbeiter.
MediClin – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

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