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Wer Entspannung übt, hat weniger Stresssymptome

Pressemitteilung   •   Mär 29, 2010 20:40 CEST

Blieskastel, 29. März 2010. Unstrittig ist, dass eine stationäre psychosomatische Reha-Maßnahme den Gesundheitszustand eines Patienten deutlich verbessert. Eine Forschergruppe unter der Leitung von Professor Volker Köllner, Chefarzt für Psychosomatische Medizin an den MediClin Bliestal Kliniken, und Stefanie Klosterhalfen, Doktorandin, ging nun der Frage nach, ob dieser Erfolg auch langfristig in den Alltag übertragen werden kann. 350 Patienten wurden dazu drei Monate nach Ende ihres Reha-Aufenthalts nach stressbezogenen Symptomen und den Erfahrungen mit den dort eingeübten Entspannungsverfahren befragt. Die Auswertung der 274 beantworteten Fragebögen zeigte, dass der gesundheitliche Zustand bei jenen Patienten am besten war, denen es gelang, das Entspannungstraining in den häuslichen Alltag zu integrieren und weiterhin regelmäßig zu üben. Sie litten signifikant weniger an Erschöpfung, innerer Anspannung, Schmerzen und Stresssymptomen als vor der Rehabilitation und waren außerdem deutlich weniger belastet als jene Befragten, die die Entspannungsübungen zuhause vernachlässigten.

Die Hälfte der Patienten (50,2 Prozent) übte nach drei Monaten noch mindestens ein Mal pro Woche. Bei ihnen konnten die Symptome auf einer Skala von 0 bis 3 – wobei 0 für „nie Beschwerden“ und 3 für „starke Beschwerden“ stand – drei Monate nach der Entlassung bei einem Wert von 1,17 stabilisiert werden. Zu Beginn der Reha lag der Wert durchschnittlich noch bei 1,62, bei Abreise aus der Reha hatte er sich auf 1,01 reduziert. „Entscheidend für die Akzeptanz und langfristige Anwendung von Entspannungsübungen ist, dass die Patienten diese bereits während der Rehabilitation als erfolgreich und angenehm erleben“, sagt Professor Köllner. „Das Einüben von Entspannungstechniken ist eine wirksame und nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode gegen Stresssymptome, hohen Blutdruck, schmerzhafte Verspannungen und Schlafstörungen. Die Ergebnisse unserer Untersuchung zeigen unmissverständlich die Bedeutung von Entspannungskursen in der Rehabilitation auf und können dazu dienen, diese künftig noch effektiver zu gestalten.“

Über die MediClin Bliestal Kliniken
Unter dem Dach der MediClin Bliestal Kliniken in Blieskastel befinden sich die Fachklinik für Psychosomatische Medizin, die Fachklinik für Orthopädie und Rheumatologie sowie die Fachklinik für Innere Medizin. Die Einrichtung verfügt über 471 Betten und beschäftigt 310 Mitarbeiter.

Über die MediClin
Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neuro- und Psychowissenschaften sowie Orthopädie. Mit 33 Klinikbetrieben, sieben Pflegeeinrichtungen, neun Medizinischen Versorgungszentren und einem Hotel für Gesundheit und Erholung ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 7.900 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Fachkliniken für die medizinische Rehabilitation. Für die MediClin arbeiten rund 7.800 Mitarbeiter.

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