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„Wir zerstören den Tumor durch Hitze“

Pressemitteilung   •   Sep 29, 2016 10:23 CEST

Bei der Thermoablation arbeitet der Arzt unter CT-Kontrolle

Mit der Thermoablation lässt sich Krebs schnell und schonend behandeln

Bonn, 29. September 2016. Wird bei einem Patienten ein Tumor entdeckt, ist das erste Ziel der Ärzte, diesen zu entfernen. In der MediClin Robert Janker Klinik in Bonn wird dazu eine Methode angeboten, die sowohl bösartige als auch gutartige Tumoren ganz ohne Operation schonend mit Hitze vernichtet: die Thermoablation. PD Dr. med. Attila Kovács, Chefarzt der diagnostischen und interventionellen Radiologie, erläutert, wie sie funktioniert.

Tumoren können an allen Organen auftreten, etwa an Niere, Lunge oder Leber. Eine Operation bedeutet für die Betroffenen immer einen großen Eingriff. „Bei der Thermoablation genügt dagegen ein kleiner Einstich von zwei Millimetern“, betont Dr. Kovács. Der Arzt führt dabei eine dünne Sonde durch die Haut bis zur betroffenen Stelle und erwärmt diese gezielt. „Die Hitze zerstört den Tumor sofort, es bleibt nichts davon übrig“, beschreibt er. „Wir berechnen vorher, wo der Tumor liegt, und arbeiten dann unter CT-Kontrolle. Damit sehen wir, ob wir ihn komplett erwischt haben.“ Das Erhitzen funktioniert sehr präzise: „Benachbartes Gewebe wird nicht geschädigt“, ergänzt er.

Eignet sich auch für große Geschwülste

„Es gibt mehrere Methoden, um Wärme im Gewebe zu erzeugen“, erklärt der Experte. Unter diesen thermischen Therapieverfahren ist die moderne Mikrowellen-Ablation laut Dr. Kovács besonders vorteilhaft: „Sie erhitzt das Wasser im Gewebe und erzeugt Temperaturen bis zu 170 Grad. Damit wird der Tumor in lediglich fünf bis 15 Minuten zerstört.“ Eine etwas ältere Methode namens Radiofrequenz-Ablation, welche die Bonner Klinik ebenfalls anwendet, erzielt maximal 95 Grad; der Eingriff dauert dann bis zu 45 Minuten. Dr. Kovács nennt einen weiteren Vorzug der Mikrowellen: „Sie ermöglichen es, mit mehreren Sonden gleichzeitig zu arbeiten. Damit lassen sich auch große Tumoren bis zu einem Durchmesser von acht Zentimetern behandeln.“ Die Radiofrequenz-Ablation eigne sich dagegen nur für Geschwülste, die nicht größer als 3,5 Zentimeter sind.

Der Patient spürt von diesem minimal-invasiven Eingriff in der Regel nichts. Er wird – wie etwa bei einer Darmspieglung – in einen kurzen Beruhigungsschlaf versetzt. Eine Narkose ist nicht nötig. Je nachdem, welches Organ behandelt wurde, kann er bereits nach zwei, höchstens fünf Tagen die Klinik wieder verlassen.

Die Thermoablation eignet sich für Krebs, Metastasen und gutartige Geschwülste. „Wir erreichen damit praktisch alle Organe“, zählt Dr. Kovács auf: „Leber, Lunge, Niere, Nebenniere, Prostata. Auch im Weichteilgewebe, den Muskeln oder Knochen lassen sich Tumoren zerstören, und sogar Schilddrüsen-Knoten können wir damit behandeln.“ Die Thermoablation kann mit anderen Behandlungen wie Bestrahlungen oder Chemotherapien kombiniert werden – ein weiterer Pluspunkt. Sie ist nach Operationen möglich und kann bei Bedarf wiederholt werden. „Weil wir in der Robert Janker Klinik das ganze Portfolio an minimal-invasiven Verfahren anbieten, können wir für jede Erkrankung die am besten geeignete Methode wählen“, unterstreicht der Radiologe.

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Bildmaterial:

Thermoablation

PD Dr. med. Attila Kovács

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Pressekontakt

Dr. Mümtaz Köksal
Kaufmännischer Direktor
MediClin Robert Janker Klinik
Villenstr. 8
53129 Bonn

Telefon 0228/ 5306 701
muemtaz.koeksal@mediclin.de

Über die MediClin Robert Janker Klinik
Die MediClin Robert Janker Klinik ist eine Fachklinik für Strahlentherapie, Radioonkologie, Radiologie und Neuroradiologie. Zur Klinik gehört auch ein Zentrum für Hochpräzisionsbestrahlung. Die Klinik, in der rund 100 Mitarbeiter arbeiten, ist mit 83 Betten im Bettenbedarfsplan des Landes Nordrhein-Westfalen ausgewiesen. Die Therapiekonzepte werden sowohl stationär als auch in Zusammenarbeit mit dem MVZ MediClin Bonn ambulant angeboten. Benannt ist die Klinik nach ihrem Gründer, dem Radiologen Prof. Dr. Robert Janker. Er ließ 1937 in Bonn ein Röntgeninstitut errichten, dem er nach dem Krieg eine Krankenstation angliederte.
Zum Standort gehört außerdem das MediClin MVZ Bonn. Insgesamt beschäftigt MediClin in Bonn rund 110 Mitarbeiter.

Über die MediClin
Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neurologie, Psychosomatik, Psychiatrie, Orthopädie sowie Geriatrie. Mit 34 Kliniken, sieben Pflegeheimen und acht Medizinischen Versorgungszentren ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 8.000 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Rehakliniken. Für die MediClin arbeiten rund 9.000 Mitarbeiter.
MediClin – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

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